Chökling Jigme Palden Rinpoche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

S.E. Chokling Jigme Palden Rinpoche wurde am 22. September 1937, dem Jahr des Ochsen in Osttibet geboren. Der tibetische Kalender bezeichnet diesen Tag als "Lha Bab Duchen". An diesem Tag stieg Buddha Shakyamuni vom Tushita Himmel herab um sich wiedergebären zu lassen. Rinpoches wichtigste Wurzelgurus, seine Heiligkeit der 16. Gyalwa Karmapa Rangjung Rigpe Dorje, seine Heiligkeit Dilgo Khyentse Rinpoche, seine Heiligkeit Adzom Drugpa Rinpoche und seine Heiligkeit Taklung Tsetrul Rinpoche, Tenzin Gyaltsen, Oberhaupt der Taklung Linie, erkannten alle in ihrer grossen Weisheit, ihn als Reinkarnation von Chokgyur Lingpa an.

Rinpoches Familienname ist Khamritsang. Seine Familie, die als Lawrang (Lama) Familie bekannt ist, hat einen Stammbaum der sich 800 Jahre zurück verfolgen lässt.

In Kham, Osttibet in der Gegend von Jishoe Lhuenpo Jomgkham Riwoche, hinterließ Buddha Shakyamuni seine Fußabdrücke. Hier gründete Jetsün Sangye Ön Rinpoche um das Jahr 1265 den Tempel Dzam Ling Gyenchik.

Der Familie Khamritsang, Sponsoren dieses Tempels wurde von Jetsün Sangye Ön Rinpoche prophezeit, dass sie immer groß und stark, wie die Berge in Kham sein werde. Daher wird Rinpoches Familie auch, die “Familie vom Berg in Kham” genannt.

Zur Zeit von Rinpoches Geburt gab es in der Familie 7 Mönche und Lamas. Sowohl sein Vater, als auch sein Onkel waren hochgebildete buddhistische Meister. So hatte Rinpoche von Geburt an direkten Kontakt mit den Lehren Buddhas. Schnell erkannte Rinpoche, dass es in der bedingten Welt keinen wirklichen Verlass gibt und dass die Natur der Welt aus den drei Arten des Leids (Alter, Krankheit und Tod) besteht. Rinpoche fasste in frühster Kindheit Vertrauen in die drei Juwelen ((Buddha, Dharma (Lehre), Sangha (Gemeinschaft der Pratizierenden)).

Im Alter von acht Jahren tritt Rinpoche ins Kloster Kagyü Domsum Ling in Riwoche ein. Dort lernt er Schreiben und Lesen und meistert im Alter von 22 Jahren alle tantrischen Lehren der Taglung Kagyü Tradition. Erwähnenswert ist auch, dass Rinpoche im Alter von 15 Jahren alle 3100 Mönche dieses Klosters für drei Jahre finanzierte. Zusätzlich finanzierte er auch die 3100 Mönche des Klosters Sang Ngag Dündul Ling für 3 Jahre. Im Alter von 25 Jahren studierte Rinpoche mit seinem Onkel Dampa Zhabdrung Yongdzin Rinpoche und vielen anderen heiligen Lehrern die Sutra- und Tantralehren sowie die Rituale der Taglung Kagyü Tradition. Rinpoche erhielt von zahlreichen Lehrern, wie z.B. von Dzigar Kontrül Rinpoche und Shabdrung Tsetrül Rinpoche Einweihungen und Übertragungen wie Könchog Chidü, einem Termatext des großen Jatsön Nyingpo (1585-1656), der sich auf Guru Rinpoche bezieht und eine Termatext, Chogling Zabdün Phurba, einen der wichtigsten Texte von Chokyur Lingpa, der sich auf Vajrakilaya bezieht.

Die Jahre 1959 und 1962 waren durch durch die Veränderungen in Tibet auch für Rinpoche nich einfach. Er hatte viele Visionen und zahlreiche Träume über Vergangenheit und Zukunft.

Von seiner Heiligkeit Taglung Dopa Chöki Gyältsän erhielt er die Unterweisungen für die Grundübungen (Ngöndro), sowie über Astrologie und andere Wissenschaften. Nachdem Rinpoche dies beherrschte, führte ihn sein Lehrer in Pemakö in die Natur des Geistes ein. Rinpoche blieb ein Jahr in Pemakö. Er lebte dort im Dschungel in einem Zelt und führte dort unter äußerst schwierigen Umständen wie schlechtem Wetter und schlechtem Wasser sein erstes Retreat durch. Rinpoche praktizierte unter härtesten Bedingungen, da seine Beine von einer Lähmung befallen wurden und die Schmerzen wohl unermesslich gewesen sind. Diese Widrigkeiten nahm er für die Lehren Buddhas in Kauf und verfolgte unablässlich seine Meditationspraxis mit vollstem Vertrauen.

1962 kam Rinpoche nach Indien wo ihm das ungewohnte Klima zu schaffen machte. In Indien traf Rinpoche zusammen mit Anderen Kyabje Chagme Rinpoche und bekam von ihm zahlreiche Einweihungen.

Von seiner Heiligkeit Dudjum Rinpoche, Jigdräl Yeshe Dordsche wurde er als Schüler aufgenommen, der ihm alle Übertragungen vom “Großen geheimen Adamantine Fahrzeug “gab.

Im Jahr 1967 ging Rinpoche nach Bir in Indien und traf dort seine Heiligkeit Neten Chokling Pema Gyurme Rinpoche, der ihm erklärte, dass sie beide dafür verantwortlich seien, den Erhalt der Lehren von Chokyur Linpa zu sichern.

Dann traf Rinpoche seine Heiligkeit den 16.Karmapa, Rangjung Rigpai Dordsche, der ihm Einweihungen und Übertragungen gab und sein erster Wurzellama wurde.

Als Rinpoche im Jahr 1974 nach Delhi reiste, traf er dort Jamyang Gyältsän, den Sohn von Chokling Pema Gyurme, der ihn über die Schwierigkeiten informierte, die es seit seines Vaters Tod gab. Seine Heiligkeit Karmapa sagte daraufhin zu Rinpoche, dass es seine wichtigste Aufgabe nun sei, in Bir zu bleiben. Rinpoche verspührte jedoch den Wunsch seine Mutter und seine Berwandten in der Schweiz zu besuchen. Einige Zeit später verstand Rinpoche was seine Heiligkeit der Karmapa mit diesem Wunsch meinte und stellte sicher all diese Wünsche zu erfüllen. Anschließend erhielt er von Karmapa neue Belehrungen.

Das Jahr 1973 verbrachte Rinpoche mit seiner Heiligkeit Vajradhara Dilgo Khyntse Rinpoche. Er entwickelte unermessliche Hingabe in seine Heiligkeit und sah ihn als Guru Rinpoche. Seine Heiligkeit übertrug Rinpoche das Damngag Dzö in Tashi Jong, das Rinchen Terdzö in Dehra-Dun und viele Unterweisungen zu den allgemeinen Sutras und Tantras. Besondere Unterweisungen erhielt er zu den grundlegenden Praktiken zum "Klaren Licht der großen Vervollkommnung" des Longchen Nyingthik und zur Hauptpraxis. Gemeinsam verbrachten sie 10 Tage in der Ausura Höle in Nepal, wo Rinpoche weitere Belehrungen und Übertragung erhielt.

Im Jahr 1979 verbrachte Rinpoche mit seiner Heiligkeit dem Karmapa den ersten Tag im tibetischen Neujahr. In Gegenwart seiner vier Herzensschüler erklärte Karmapa, dass Jigme Palden Rinpoche ein spezieller Schüler und Gönner von ihm sei und dass seine Herzschüler dies stets im Herzen behalten und niemals vergessen sollten. Dann gab im seine Heiligkeit der Karmapa viele heilige Gegenstände, symbolisch für Körper, Rede und Geist von Buddha, unter Anderem eines seiner Hemden und eine Buddhastatue aus den so genannten "Blackpills”, die Karmapa selbst herstellte.

Seine Heiligkeit Karmapa eröffnete Rinpoche, dass sein Wurzellehrer der Zukunf seine Heiligkeit Dilgo Khyentse Rinpoche sei. Er gab ihm auch spezielle Anweisungen und Prophezeiungen für die Zukunft, die er vorhergesehen hatte.

Bei einer Reise in die Schweiz, während eines Spazierganges in einem Blumengarten, deutete seine Heiligkeit der Karmapa auf eine Rose und prophezeihte, dass Rinpoches Zentren und Aktivitäten wie von Bienen umkreiste Blumen sein werden. Es sei nun an der Zeit, das von ihm, in einem vorherigen Leben, als Bodhisattva gemachte Versprechen einzulösen. Dann gab er ihm weitere Anweisungen und Prophezeiungen wie er die Lehren Buddhas zum Wohle aller Wesen verwirklichen könne.

Auf Anweisung von Khyentse Rinpoche begann Rinpoche im Februar 1984 mit seinem drei Jahres Retreat nach der Longchen Nyingthing Tradition in Asura in Nepal. Seine Heiligkeit besuchte ihn jedes Jahr für 10 – 15 Tage und gab ihm weitere Belehrungen und Übertragungen.

Er begann das Longchen Nyingthing Ngöndro für das er als voirbereitende Übung 10.300.000 mal das Guru Rinpoche Mantra rezitierte. Er vollendete dort den Sangthik Phurba und machte 1,6 Millionen Vajrakilaya Mantras sowie Feuerrituale.

Insgesamt verbrachte Rinpoche mehr als neun Jahre im Retreat.

Vor ihrem Tod baten Khyentse Rinpoche und Tulku Urgyen Rinpoche ihn, überall auf der Welt für das Wohl aller Wesen zu lehren. Um diesen Wunsch zu erfüllen begann Rinpoche ab 1990 in Europa, Asien und in den USA zu lehren.

Des Weiteren bat ihn Khyentse Rinpoche das Kloster Samye, Tibets ältestes buddhistisches Kloster, das von Padmasambhava erbaut wurde, zu unterstützen. Mit Unterstützung von Chokling Rinpoche begann 1995 der Wiederaufbau.

Seit dieser Zeit setzt sich Rinpoche neben seiner Lehrtätigkeit für buddhistische Projekte in aller Welt ein. Er läßt buddhistische Texte drucken um diese zu erhalten, hat tausende von Statuen gestiftet und unterstützt zahlreiche Stupas, Tempel und Klöster finanziell.

Gerade weil Rinpoche die Anerkennung von seiner Heiligkeit dem Karmapa und von vielen anderen hohen Rinpoches bekam, eine Austrahlung von Chokyur Lingpa zu sein und er die Gewissheit hat, dass dem auch so ist, möchte Rinpoche an seinen Taten gemessen werden, die er in diesem Leben zum Wohle aller Wesen vollbringen kann.

 

Ein Video von Chockling Jigme Palden Rinpoche